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Von der Pflicht, gerecht zu wirtschaften

In den 1970er Jahren schrieb der Moralphilosoph Peter Singer den bahnbrechenden Aufsatz „Hunger, Wohlstand und Moral“, in dem er auf die bittere Armut in der Welt hinweist und die moralischen Implikationen herausarbeitet. Auch heute fast fünfzig Jahre später gibt es noch über 850 Millionen Menschen, die mit einer Kaufkraft von weniger als 1,90 US-Dollar leben. Helfen, so Singer, sei keine Wohltat, sondern die moralische Pflicht aller Bürger*innen. Er fordert, dass die Menschen wohlhabender Staaten mehr spenden sollten. Thomas Pogge setzt an einer anderen Stelle an: es seien in erster Linie die unfairen Institutionen und Regeln, die an der ungerechten Welt Schuld sind. Bevor sich Handelsabkommen und Wirtschaftsverbände nicht grundsätzlich verändern, stehen die Chancen schlecht, die Weltarmut nachhaltig zu bekämpfen.

Immer wieder engagieren sich Menschen gegen die Ungerechtigkeit in der Welt. Neben der Forschung leisten auch Nichtregierungsorganisationen einen wichtigen Beitrag, um über globale Probleme aufzuklären und zwischen relevanten Akteuren zu vermitteln. Auch einige Unternehmen sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind und gestalten ihre Handlungen, um Armut aktiv zu bekämpfen.

Wie steht es um die Armut nah wie fern? Wie müssen wir globale Wirtschaft denken, wenn wir gleichzeitig die Weltarmut lindern wollen? Wer ist für die Bekämpfung globaler Armut verantwortlich? Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit Referent*innen aus der Wirtschaft, aus NGOs sowie der öffentlichen Verwaltung und Politik diskutieren. Die Tagung ist eine geschlossene Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler des Raiffeisen-Campus in Dernbach und des Franziskus Gymnasium Nonnenwerth.


Weitere Informationen

Flyer [PDF, 397kB]

Tagungsleitung

Datum

1. - 3. Februar 2019

Uhrzeit

Ganztägig

Veranstaltungsort

Rheintal Jugendherberge
Oberwesel

Kosten

kostenfrei

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