Südwestdeutsche Medientage 2026: Über Gewalt berichten – Aufklärung, Verantwortung und Grenzen

Heute wirkt die Welt stärker von Gewaltereignissen geprägt als noch vor einigen Jahren. Die Kriege in der Ukraine und in Gaza, Terroranschläge, Übergriffe, Femizide, zunehmende Angriffe auf Journalist*innen oder Hass im Netz: Medienschaffende stehen immer wieder vor der Frage, was von dieser Gewalt gezeigt, eingeordnet und besprochen werden kann oder muss und wie ein verantwortungsbewusster Journalismus im Umgang mit Gewaltdarstellungen aussieht.
Die Wahl der Bilder und einzelner Worte, die Menge und der Rhythmus an Informationen sowie ihr Detailgrad beeinflussen, wie diese Ereignisse wahrgenommen werden. Sie können auf Probleme und Konflikte, die womöglich sonst übersehen worden wären, aufmerksam machen – im Idealfall, bevor ein Konflikt in offene Gewalt mündet. Gleichzeitig können Bilder und Worte Angst auslösen, Gewalt normalisieren oder verharmlosen.
Ein Spannungsfeld, in dem sich auch unterschiedliche True Crime-Formate oder Gewaltdarstellungen im Fernsehen bewegen. Finden sie einen angemessenen Ton oder liegt der Schwerpunkt zu sehr auf den gewalttätigen Details? Ab wann wird über Gewaltereignisse berichtet? Warum üben sie eine scheinbare Faszination auf das Publikum aus? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Südwestdeutschen Medientage diskutiert.
Eine Veranstaltung der Evangelischen Akademie der Pfalz in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt, dem Journalistischen Seminar der Universität Mainz, der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Medienebene e.V., der »Rheinpfalz«, dem »Mannheimer Morgen«, dem Frank-Loeb-Institut an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität, der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, dem Referat »Kommunikation und Presse« der Evangelischen Kirche der Pfalz, dem Deutschen Journalistenverband Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk. In Verbindung mit dem SWR Demokratieforum des Südwestrundfunks und der Stiftung Hambacher Schloss.
Die Teilnahme an der Tagung ohne Übernachtung und am Abendprogramm auf dem Hambacher Schloss ist kostenfrei. Von Anmeldungen zum jetzigen Zeitpunkt bitten wir noch abzusehen. Wir werden die Anmeldefunktion in Kürze freischalten.
