Zölle, Handelskriege und Sanktionen. Seit einigen Jahren zeigt sich deutlich, dass die freie und globale Weltwirtschaft nicht mehr allen gefällt. Viele Länder schauen wieder mehr auf sich selbst. Warum ist das so? Und was sind die Konsequenzen? Sorgt die Vorliebe des US-Präsidenten für Zölle wirklich für eine dauerhafte Umgestaltung der Weltwirtschaft, oder ist es alles gar nicht so wild? Und wenn ja, in welche Richtung geht der Wandel? Wer profitiert und wer leidet unter der aktuellen Handelspolitik? Diese Fragen haben wir uns mit 26 Jugendlichen und 3 Experten gemeinsam angeschaut.

Mit Alexander Donges sprachen wir darüber, woher die Idee des freien Handels kam und warum sie lange so erfolgreich war. Eigentlich ist es ja kein Wunder – erst durch eine spezialisierte und globale Arbeitsteilung können sich heute so viele Menschen günstige und hochwertige Produkte leisten. Doch zuletzt geht der Glaube an ein globales Freihandelssystem zunehmend verloren. Zölle machen ein Comeback. Von Jan von Herff erfuhren wir, wie international tätige Firmen wie die BASF mit diesen Verwerfungen umgehen. Mark McAdam diskutierte mit uns die politökonomische Seite des Problems: eine Re-Politisierung von ökonomischen Fragen. Es geht wieder mehr um Souveränität und Macht – nicht nur um Effizienz und materiellen Wohlstand.

Für uns ganz besonders erfreulich war das erfolgreiche Debut unseres neuen Projektes „Das Zertifikat. Weitergedacht“. Damit wollen wir unseren ehemaligen Zertifikatsteilnehmer*innen ermöglichen, sich selbst als Teamende und Workshopleiter*innen bei uns einzubringen – kurz gesagt, sie sollen selbst Workshop-Elemente durchführen. In diesem ersten Fall war das ein hervorragendes selbstgemachten Gesellschaftsspiel rund um das Thema Handel und Entwicklung, das drei Teilnehmende des letzten Zertifikatsjahrgangs umgesetzt haben. Eine großartige Leistung im Peer-to-Peer-Teaching!

Wir danken allen Teilnehmenden, und freuen uns auf die nächsten Workshops!

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